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Anwendungsneutrale Kommunikationsverkabelungen

Die Zeiten des Aufbaus von unterschiedlichen Verkabelungsinfrastrukturen, die entweder für Telefon oder Datenkommunikation genutzt werden sind vorbei, es gilt: Eine Verkabelung für alles. Die Planung und Realisierung derartiger Infrastrukturen scheinen längst kein Geheimnis mehr zu sein, doch wie oft werden insbesondere Planungsfehler schwer bezahlt. Wer hat sich nicht bereits heute darüber geärgert, dass man zumeist aus Kostengründen und Unkenntnis ein Verkabelungssystem realisiert hat, welches den sich ändernden Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Sehr häufig erfolgt eine Orientierung an den Minimalanforderungen der Verkabelungsnormen wie z.B. der EN 50173 nach dem jeweiligen Stand der Normung, darüber hinausgehende Reserven werden nicht eingeplant und „neue“ Übertragungsverfahren wie 1000BaseT oder 10GBaseT sind nicht mehr nutzbar.

Mit höchstwertigen Komponenten lassen sich sowohl im Bereich der Glasfasertechnik wie auch im Bereich der Twisted-Pair-Technik Verkabelungen realisieren, die ein Maximum an nachrichtentechnischer Übertragungskapazität bieten, doch ist dieser Weg für jede Umgebung der Richtige?

Muss in jeder Verkabelung mit 62,5µm-Faser-Infrastruktur diese komplett entfernt werden und durch neue Gradientenfasern ersetzt werden?

Ist die OM3-Faser die universell einsetzbare Wunderfaser?

Bietet nur eine Twisted-Pair-Verkabelung der Kategorie 7 bzw. Klasse F ein Maß an Sicherheit?

Stellt die geschirmte Verkabelung wirklich in jeder Umgebung die richte Wahl dar?

Benötige ich zur Sicherstellung einer Gigabit-Übertragungsrate eine Verkabelung, die mindestens einer Qualität der Klasse E entsprechen muss?



Die aufgeführten Fragen sind nicht trivial, immer wieder ist festzustellen, dass bei einer fehlenden Marktkenntnis oder bei fehlender Produktneutralität falsche Entscheidungen getroffen werden. Auf der planenden Seite liegen nicht einmal die Standardnormen wie z.B. die EN 50173 oder EN 50174 vor, derartige Defizite machen eine vernünftige Planung unmöglich.

Anwendungsneutrale Kommunikationsverkabelungen gehen heute weit über das Büroumfeld hinaus. Im Industriefeld ist seit einiger Zeit eine heftige Diskussion entbrannt, ob Standard-Bürokomponenten genutzt werden können, oder ob spezielle industrietaugliche Produkte zwingend notwendig sind (Stichpunkte MICE-Kategorisierung, IP67-Stecker, Heavy-Duty-Kabel etc.). In neuen Gebäuden wird versucht, mit Hilfe von einheitlichen Kommunikationsnetzwerken auch Gebäude- und Überwachungstechniken wie Zutrittskontrolle, Brandmeldetechniken oder Videoüberwachungstechniken zu realisieren. Die dazu passende Verkabelung ist nirgendwo bzw. nicht ausreichend standardisiert und eine Planung erfordert eine Kenntnis der technischen Möglichkeiten, aber auch der Grenzen der derzeitigen Verkabelungssysteme.

Das Competence Center Infrastruktur bildet einen der langjährigen Kernbereiche der ComConsult Beratung und Planung GmbH und kann demzufolge auf eine sehr lange Erfahrung bei der Planung und begleitenden Implementierung von anwendungsneutralen Kommunikationsverkabelungen zurückblicken. Viele unserer Kunden sind den individuellen Empfehlungen gefolgt und konnten damit ihre Verkabelungen weit über den prognostizierten Nutzungszeitraum hinweg nutzen.

 

Kontakt

Haben Sie Fragen an unser Competence Center Infrastrukturen?

Hartmut Kell
Fon: +49 2408 951-116


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