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Tradition im Fundament – Kompetenz in der Lösung – Zukunft im Blick
Das ehemalige Landesbad in Aachen-Burtscheid ist ein bedeutendes Zeugnis der langen Kur- und Bädergeschichte der Stadt Aachen. Über viele Jahrzehnte hinweg war das Gebäude ein wichtiger Ort für die medizinische Behandlung und Rehabilitation von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen. Seine Geschichte ist eng mit den heißen Thermalquellen Burtscheids verbunden, die den Stadtteil bereits seit der Römerzeit als Heilbad bekannt gemacht haben.
Die Geschichte des Badewesens in Burtscheid reicht bis in die Antike zurück. Bereits im 1. Jahrhundert nach Christus nutzten die Römer die mineralhaltigen Thermalquellen zur Erholung und zur Linderung von Beschwerden. Die Quellen sind besonders heiß und erreichen Temperaturen von über 70 Grad Celsius. Dadurch wurde Burtscheid schon früh zu einem bedeutenden Standort für Heilbäder.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich eine ausgeprägte Badekultur. Im Jahr 1388 entstand mit dem Schwertbad eines der frühen Kurbäder Burtscheids. Weitere Badehäuser kamen hinzu, und insbesondere vom 17. bis zum 19. Jahrhundert erlebte der Stadtteil eine Blütezeit als Kur- und Badeort. Die Thermalquellen prägten nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben des Ortes.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand in Burtscheid eine moderne medizinische Einrichtung, die speziell auf die Behandlung rheumatischer Erkrankungen ausgerichtet war. Zwischen 1907 und 1912 wurde das Landesbad als Rheumaklinik der Landesversicherungsanstalt errichtet. Das Gebäude entstand an der Altdorfstraße 12 auf einem Gelände, auf dem sich zuvor eine Tuchfabrik befunden hatte.
Die Lage war bewusst gewählt: In unmittelbarer Nähe befanden sich die besonders heißen Thermalquellen Burtscheids. Diese konnten für medizinische Badeanwendungen genutzt werden und bildeten damit eine wichtige Grundlage für die therapeutische Arbeit der Klinik. Das Landesbad verband die traditionelle Heilbadekultur mit den zunehmenden medizinischen Erkenntnissen des frühen 20. Jahrhunderts.
Ein weiterer Meilenstein war die Gründung eines Rheumaforschungsinstituts am Landesbad im Jahr 1927. Damit gewann die Einrichtung auch für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit rheumatischen Erkrankungen an Bedeutung.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden zahlreiche Bade- und Kureinrichtungen in Burtscheid schwer beschädigt. Auch das Landesbad war von den Kriegsfolgen betroffen. Nach dem Krieg konnte der Badebetrieb jedoch wieder aufgenommen werden: Für das Jahr 1949 ist die Wiederaufnahme des Betriebs im Landesbad dokumentiert.
In den folgenden Jahrzehnten wurde die Klinik weiterentwickelt. Zwischen 1961 und 1964 erfolgte eine umfassende Sanierung des Burtscheider Quellsystems. Im Zeitraum von 1963 bis 1967 wurde das Landesbad zudem erweitert. Zu den baulichen Maßnahmen gehörte auch die Einrichtung eines neuen Kühlturms.
Diese Entwicklung verdeutlicht, wie wichtig das Thermalwasser für die medizinische Nutzung der Einrichtung blieb. Das Landesbad war nicht nur ein historisches Badehaus, sondern entwickelte sich zu einem spezialisierten Standort für die Behandlung und Rehabilitation von Patienten mit rheumatischen Beschwerden.
Im Laufe der Zeit veränderten sich die Anforderungen an die medizinische Rehabilitation und an den Betrieb von Kureinrichtungen. Auch das Landesbad war von diesem Wandel betroffen. Im Jahr 2004 wurden das Landesbad und das Schwertbad von der Franziskus-Kliniken gGmbH übernommen. Später wechselten die Einrichtungen erneut den Träger.
Im Jahr 2013 wurde das Landesbad aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben beziehungsweise sein bisheriger Badebetrieb eingestellt. Der medizinische Betrieb im Gebäude endete schließlich 2017. Damit ging eine lange Epoche zu Ende, in der das Landesbad einen wichtigen Beitrag zur Kur- und Rheumabehandlung in Aachen-Burtscheid geleistet hatte.
Die Schließung bedeutete jedoch nicht das Ende des historischen Gebäudes. Aufgrund seiner architektonischen und stadtgeschichtlichen Bedeutung blieb der Erhalt des Bauwerks ein wichtiges Anliegen.
Nach der Schließung des Klinikbetriebs wurde das Gelände neu entwickelt. Im Jahr 2017 wurden die Gebäude und Grundstücke des ehemaligen Landesbades einschließlich der Landesbadquelle an den Investor REAQ verkauft.
In den Jahren 2018 bis 2020 wurden Nebengebäude abgerissen und Teile des Geländes zu einer neuen Wohnanlage umgestaltet. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude erhielt eine neue Nutzung als Bürogebäude. Auch die Wärmeversorgung des umgestalteten Gebäudekomplexes knüpft weiterhin an die örtliche Thermalquelle an.
Die Umnutzung zeigt, wie historische Gebäude an neue Anforderungen angepasst werden können. Obwohl das Landesbad seine ursprüngliche Funktion als Rheumaklinik verloren hat, bleibt es als bauliches Zeugnis der Burtscheider Gesundheits- und Bädergeschichte erhalten.
Das Landesbad in Aachen-Burtscheid steht beispielhaft für den Wandel des Kur- und Gesundheitswesens im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts. Seine Entstehung zwischen 1907 und 1912 war Ausdruck des wachsenden Interesses an einer medizinisch fundierten Behandlung rheumatischer Erkrankungen. Durch die Nutzung der heißen Thermalquellen knüpfte die Einrichtung an eine Badetradition an, die in Burtscheid bis in die Römerzeit zurückreicht.
Über Jahrzehnte hinweg war das Landesbad ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung und Rehabilitation. Die spätere Schließung des Klinikbetriebs verdeutlicht die wirtschaftlichen und strukturellen Veränderungen, denen traditionelle Kurorte ausgesetzt sind. Mit der Umnutzung des denkmalgeschützten Hauptgebäudes wurde schließlich ein neuer Weg gefunden, die historische Bausubstanz zu bewahren und sie in die zukünftige Entwicklung Burtscheids einzubinden.
Das ehemalige Landesbad ist damit weit mehr als ein altes Klinikgebäude: Es ist ein Stück Aachener Stadtgeschichte, das die Verbindung von Thermalwasser, Medizin, Architektur und gesellschaftlichem Wandel sichtbar macht.
Quellen und weiterführende Informationen
Nach 2 Jahren Bauphase, die wir aktiv von Anfang an mitgestaltet und betreut haben, freuen wir uns, dass wir im April 2026 endlich in unser neues Büro im Herzen von Aachen-Burtscheid eingezogen sind.


















Motel ONE, Kapuzinergraben 6-10, 52062 Aachen, Tel: 0241/9138960, Fußweg ca. 25 Minuten
Art Hotel Aachen Superior, Am Branderhof 101, 52066 Aachen, Tel: 0241/60970, Fußweg ca. 20 Minuten
Art Hotel Aachen, Adenauerallee 209, 52066 Aachen, Tel: 0241/608360, Fußweg ca. 30 Minuten
Mercure Hotel Aachen am Dom, Peterstr. 1, 52062 Aachen, Tel: 0241/18010, Fußweg ca. 30 Minuten
B&B HOTEL Aachen-Hbf, Zollernstr. 2-4, 52070 Aachen, Tel: 0241/51840, Fußweg ca. 10 Minuten
Hotel Buschhausen, Adenauerallee 215, 52066 Aachen, Tel: 0241/60080, Fußweg ca. 30 Minuten
ibis Aachen, Marschiertor, Friedlandstr. 6-8, 52064 Aachen, Tel: 0241/47880, Fußweg ca. 15 Minuten
Aquis Grana City, Büchel 32, 52062 Aachen, Tel: 0241/4430, Fußweg ca. 30 Minuten
Novotel Aachen City, Peterstr. 66, 52062 Aachen; Tel: 0241/5159-0, Fußweg ca. 30 Minuten
In jedem Hotel gilt die Verfügbarkeit und der tagesaktuelle Preis des Hauses. Die Buchung ist von Ihnen vorzunehmen, da wir als Veranstalter keinerlei Kontingente zu dem Seminar haben.
Informieren Sie sich gerne über nahegelegene kostenfreie oder kostenpflichtige Parkplätze.
www.parkopedia.de
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Burtscheider Markt 24
52066 Aachen
Telefon: 0241/887446-0
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