
Im Netzwerk Insider vor 20 Jahren: Mobile Konvergenz – mehr Mobilität für Mitarbeiter
06.10.26 / Dr. Markus Ermes
Vor 20 Jahren wurde im Netzwerk Insider auf die zunehmende Nutzbarkeit und Nutzung von Mobilfunk und mobilen Endgeräten im Arbeitsalltag eingegangen. Wie mobil sind wir heute?
Die Situation vor 20 Jahren
Vor 20 Jahren war die Welt in vielen Bereichen „noch in Ordnung“. Man musste ins Büro und hatte dort häufig noch einen Desktop-PC. Das heute allgegenwärtige Smartphone war zwar schon theoretisch verfügbar, z.B. in Form des Nokia N95, doch der Durchbruch von Smartphones sollte erst ein Jahr später mit der Vorstellung des iPhones gelingen.
Und dennoch: Es gab zunehmende Veränderungen, die auch ein mobiles Arbeiten möglich machten. Notebooks wurden immer verbreiteter, und mit UMTS war eine Technologie verfügbar, mit der auch per Mobilfunk ausreichende Bandbreiten möglich wurden.
Man stelle sich vor, man rechnete damals mit einer bald verfügbaren Bandbreite von 10 bis 100 Mbit/s für einen allgemeinen Internet-Anschluss! In Kombination mit dem schnelleren Mobilfunk wäre man damit unabhängig vom Standort voll arbeitsfähig!
Die Situation heute
Aus heutiger Sicht waren die Annahmen von damals grundsätzlich korrekt, aber die Entwicklung ging dann doch wesentlich schneller als vermutet. Datenraten von 100 Mbit/s (zumindest im Download) stellen derzeit im Privatumfeld eher das untere Ende der am Markt verfügbaren Lösungen dar. Und auch der Mobilfunk knackt mittlerweile die 100-Mbit/s-Marke, mit 5G sogar (theoretisch) die Gigabit-Marke.
Notebooks sind ebenfalls so leistungsfähig geworden, dass es Desktop-PCs nur noch in besonderen Fällen, wie z.B. der KI-Entwicklung, braucht. Und dann ist da noch das Smartphone, das heute in seiner Leistungsfähigkeit kaum hinter den Notebooks liegt. Lediglich die (je nach Modell) kleine Bildschirmgröße und die Eingabemöglichkeiten setzen dabei Grenzen.
Dass hier mit VPN-Lösungen und Cloud-basierten Diensten eine enorme Konvergenz und Flexibilisierung der Arbeit stattgefunden hat, lässt sich nicht leugnen. Und das ist gut so. Stellen wir uns nur vor, in der Pandemie wäre Homeoffice nicht möglich gewesen, weil Netze und Anwendungen eine Präsenz im Büro gefordert hätten.
Auf der anderen Seite ist durch die Mobilität auch die Trennung zwischen Beruf und Privatleben schwieriger geworden, und wir sollten darauf achten, nicht unbewusst in eine 24-7-Bereitschaft abzugleiten.
Fazit
Die Konvergenz der Netze und die zunehmende Mobilität von Mitarbeitern ist in den letzten 20 Jahren in vielen Bereichen zur Realität, sogar zum Normalzustand geworden. Ich denke sogar, wir haben die damaligen Prognosen bei weitem überholt.
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