
Vor 20 Jahren wurde im Netzwerk Insider überlegt, wie Kommunikation, Kollaboration und sonstige Business-Prozesse in Zukunft bei mobilen Nutzern und damit auch mobilen Endgeräten aussehen würden. Welche Ideen gab es damals? Und wie hat sich der Markt entwickelt?
Die Situation vor 20 Jahren
2006 waren wir noch ein Jahr vor der Einführung des iPhone. Die Welt der mobilen Endgeräte war damals noch nicht entschieden. Es gab Notebooks, Mobiltelefone, PDAs und andere Formfaktoren. Die Überlegung war seinerzeit: Wie können Hersteller sicherstellen, dass Mitarbeiter beim Kunden ihren alltäglichen Aufgaben unabhängig vom Endgerät gerecht werden? Besonderer Fokus lag dabei auf den Entwicklungen im Kommunikationsmarkt. Den größten Teil nahmen damals Microsoft und Cisco ein, die jeweils aus ganz unterschiedlichen Ecken kamen.
Bei Microsoft standen gerade Office 12 (aka Office 2007) und Windows Vista in den Startlöchern für 2007. In Kombination mit einer neuen SharePoint-Version und einigen Übernahmen war die Frage: Wie positioniert sich Microsoft auf den Clients als „Herr im Haus“?
Gleichzeitig hatte Cisco gerade angekündigt, sich in den Bereichen Kommunikation und Kollaboration ausbreiten zu wollen. Als Rückgrat vieler Netzwerk-Infrastrukturen war dies ebenfalls eine interessante Entwicklung.
Wie sieht die Situation nach 20 Jahren aus?
Die Situation heute
Im Bereich der Endgeräte hat man damals in die richtige Richtung gedacht, doch die Entwicklung des Smartphones und die Aufteilung des Smartphone-Marktes auf zwei Systeme waren nicht vorhersehbar. Heute erleichtert das Herstellern und Entwicklern, eine Software für alle gängigen Endgeräte anzubieten. In Verbindung mit der Verbreitung von Webanwendungen und der ausreichenden Leistungsfähigkeit der meisten mobilen Endgeräte sind einige der damaligen Herausforderungen gelöst worden.
Was die Hersteller angeht: Im Bereich Kommunikation und Kollaboration gibt es mittlerweile auch eine interessante Auswahl. Dabei sieht man nicht nur die damals schon präsenten Player wie Microsoft oder Cisco, sondern auch neue wie Zoom oder Open-Source-Lösungen wie Nextcloud.
Aus der Projekterfahrung lässt sich jedoch feststellen, dass sich Microsoft eine sehr komfortable Position erarbeitet hat. Teams ist weit verbreitet und durch seine gute Integration in SharePoint und Office sehr bequem.
Doch bloße Bequemlichkeit kann angesichts der aktuellen geopolitischen Situation nicht mehr das alleinige Entscheidungskriterium sein. Hier möchte ich noch keine Aussage treffen, jedoch lohnt es sich, abseits der üblichen Verdächtigen einen Blick zu wagen.
Fazit
Kommunikation und Kollaboration sind, wie vor 20 Jahren schon vermutet, zu zentralen Themen in Unternehmen geworden. Gleichzeitig haben sich die Endgeräte konsolidiert, was die Entwicklung gemeinsamer Plattformen deutlich einfacher macht. Davon profitieren nicht nur die großen Hersteller von damals, sondern auch neue Player und die Open-Source-Welt.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage bin ich gespannt, in welche Richtung sich diese Entwicklungen weiter bewegen werden.
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