IPv6: Grundlagen, Migration, Betrieb

BESCHREIBUNG

Dieses Seminar vermittelt praxisnah die Neuerungen bei IPv6 sowie die Migration von IPv4 zu IPv6. Es behandelt neben dem Adresskonzept, der Adressvergabe und der Kommunikation auch IP-Design und worauf bei der Software zu achten ist.

Warum Sie diese Schulung besuchen sollten:

IPv6 ohne die notwendigen Grundlagen zu planen oder gar zu betreiben entspricht einem Blindflug ohne Flugerfahrung: zu groß sind die Unterschiede zwischen den Versionen 4 und 6. Diese erstrecken sich nicht nur auf die Adresslänge. Vielmehr findet ein Paradigmenwechsel auf vielen Ebenen statt: den Adressen, dem Protokoll und den Funktionen. Nur wer diese Unterschiede im Detail kennt, kann sein IPv6–Netz sinnvoll planen, migrieren, betreiben und im Zweifelsfall die Fehler finden.

Dieses Seminar steigt tief in die neue Technik ein, zeigt die Unterschiede auf und erläutert die Bedeutung für die Praxis.

TERMIN 2026

22.09.-23.09.2026 in Aachen | online

TERMINE 2027

22.02.-23.02.2027 in Aachen | online
06.09.-07.09.2027 in Aachen | online

PREIS

1.590,- €

ORGANISATORISCHES

Beginn 10:00 Uhr
Beginn Folgetag 9:00 Uhr
Ende 16:30 Uhr

Schulungsdauer 11,5 Stunden

LEISTUNGEN

  • alle Vortragspräsentationen als kommentierbare PDF-Datei zum Download
  • eine elektronische Teilnahmebescheinigung

Bei Präsenzveranstaltungen

  • ein gemeinsames Abendessen am ersten Veranstaltungstag
  • Mittagsmenüs inkl. Getränke an allen Veranstaltungstagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausensnacks während der Veranstaltung

ÜBERNACHTUNG

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INHALTE

IPv6Bedarf 

  • Warum die Provider umgestellt haben.
  • Warum und wo Unternehmen auf diese Umstellung reagieren müssen.
  • Welche Probleme bereits heute durch die Umstellung entstehen.

IPv6, das neue Protokoll 

  • Header: Was ist neu, was ist geblieben, was fehlt?
  • IPv6–Header–Extensions
  • Alte Funktionen, neue Mechanismen am Beispiel der Fragmentierung bei IPv6

IPv6Adresskonzept 

  • Aufbau von IPv6–Adressen
  • Notation von IPv6–Adressen
  • Reservierte Adressen und ihre Funktionen
  • Adresstypen: Unicast, Multicast, Anycast
  • Nicht routbare Adressen: Link-Local: Aufbau, Funktion
  • Routbare Adressen: Unique Local Addresses (ULA), globale Adressen
  • Multicast: Aufbau und Funktion
  • Interface-Anteil: Bildung von EUI64–Adressen, Bedeutung der Privacy Extensions
  • Mehr als eine Adresse pro Interface, wann wird welche genutzt.

IPv6Adresszuweisung 

  • Stateless Address Autoconfiguration (SLAAC): Ablauf der Adresszuweisung,  unverzichtbare Schritte auch bei DHCP, Einsatzmöglichkeiten
  • DHCPv6: Ablauf von DHCPv6, was hat sich im Vergleich zu V4 geändert, was ist geblieben? Funktion und Einsatz von Relay Agents

IPv6–Kommunikation

  • Multicast: Aufbau, Funktionen
  • Neighbor Discovery: Funktionen der ND, Router & Präfix-Discovery, Adressauflösung (SNMA), ICMP-Redirect: Funktion und Gefahr
  • DNS: Entwicklung von IPv6–DNS, neue Resource Record und Domains, DNS-Verwaltung mit IPAM
  • Dual-IP: Kommunikationsablauf, wer trifft die Entscheidung ob V4 oder V6?

IPv6Design 

  • Präfixwahl: Welches Präfix ist für welche Fälle geeignet?
  • Vor- und Nachteile der verschiedenen Präfixe: ULA, PI, PA
  • IPv6–Designaspekte: Unverzichtbarkeit von Route Aggregation, Empfehlungen für die Verteilung der Präfixe in Unternehmen und Behörden
  • Adresszuweisung: DHCP vs. SLAAC, welches ist das bessere Konzept? Interface-Anteil: temporär, DHCP, EUI64, wann verwendet man welche Adresse?

IPv6Migration 

  • Internet-Server: Betriebssysteme, Webanwendungen, Datenbanken, DNS
  • Software: Beispiele für problematische Anwendungen, Ursachen für Migrationsprobleme, Appliances, Spezialhardware und Produktion, Cloud-Dienste
  • Lösungsvarianten:  Welche es gibt und welche sich wann anbieten: DNS + Dual IP, Probleme mit Dual-IP, Happy Eyeballs, ICE, Netzarchitektur, etc.
  • Tunnel- und Translationsmechanismen: sinnvoll oder Teufelszeug? Vorstellung und Bewertung ausgesuchter, relevanter Tunnel- und Transaktionstechniken, ISATAP,  Teredo, 6to4, DS-Lite, NAT 64 / NAT 46
  • Organisation einer Migration: typisches Vorgehen, Erfolgsfaktoren, Fallstricke

REFERENTEN

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Oliver Flüs ist seit mehr als 30 Jahren Senior Consultant der ComConsult GmbH. Er verfügt über tiefgehende IT-Kenntnisse und langjährige Projekterfahrung. Als Senior Consultant ist er praxiserfahren in der Anwendung anerkannter Standards in den Bereichen IT-Service-Management und Informationssicherheit. Ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Begleitung der systematischen Vorbereitung von IT-Bereichen bei Kunden auf verschiedene Arten von Audits und Zertifizierungen. Dazu wirkt er in den Competence Centern IT-Sicherheit, Netze sowie Cloud und Data Center mit, etwa bei der Erstellung von Konzepten und Ausschreibungsunterlagen sowie Dokumentation zu technischen Lösungen und deren Betrieb. Zudem wird er bedarfsweise in IT-Services-nahe Beratungsleistungen eingebunden.

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Michael Schneiders kann bis heute auf eine mehr als 20-jährige Berufserfahrung in dem Bereich der Datenkommunikation bei lokalen Netzen verweisen. Als Mitarbeiter des Competence Center Implementierung + Betrieb der ComConsult GmbH hat er umfangreiche Praxiserfahrungen bei der Planung, Projektüberwachung, Qualitätssicherung und Implementierung von LAN- und WLAN-Infrastrukturen gesammelt.

DAS SAGEN UNSERE TEILNEHMER

5sterne
  • Die Veranstaltung war sehr gut
  • Hat mir rundum sehr gut gefallen. Hervorzuheben sind auch die ausgezeichneten Lehrgangsunterlagen

ZIELE

IN DIESEM SEMINAR LERNEN SIE:

  • wie sich IPv6 von IPv4 unterscheidet,
  • wie IPv6-Adressen aufgebaut sind,
  • welche IPv6-Adresstypen es gibt, wann welche genutzt werden,
  • wie und woher man einen providerunabhängigen IPv6-Adressbereich bekommt,
  • wie IPv6-Adressen Endgeräten zugewiesen werden,
  • warum DHCPv6 nur oberflächlich mit DHCPv4 vergleichbar ist und was sich durch SLAAC daran wesentlich geändert hat,
  • wie typische Broadcastmechanismen wie der ARP durch moderne Multicastfunktionen abgelöst werden,
  • worauf man beim IPv6-Design unbedingt achten muss,
  • was sich bei Netzwerkprotokollen (Routing, VRRP…) ändert,
  • warum Dual-IP und DNS in Kombination nicht alle Migrationsprobleme lösen können,
  • warum man Tunneltechniken zur Migration vermeiden sollte,
  • welche Software problematisch sein kann und welche Lösungen es in solchen Fällen gibt und
  • worauf man bei der Migration sonst noch achten muss.

ZIELGRUPPE

  • Betreiber
  • Administratoren
  • Planer
  • Projektleiter

Diese Schulung richtet sich an alle Planer, Betreiber, Administratoren und Softwareentwickler, die von einer Migration zu IPv6 betroffen sind und ein tiefes Verständnis der Basis von IPv6 benötigen.

Das Seminar vermittelt die notwendige theoretische Basis anhand vieler Beispiele und praxisnahes Wissen aus dem Planungsalltag.

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