Endgeräteverkabelung mit Kabel der Kategorie 8, sinnvoll?

Endgeräteverkabelung mit Kabel der Kategorie 8, sinnvoll?

01.08.2018 / Hartmut Kell / Leiter des Competence-Centers IT-Infrastrukturen

Hartmut Kell

Nach EN 50173 wird die „Endgeräteverkabelung“ als Tertiärverkabelung bzw. Diensteverteilungsverkabelung bezeichnet, Vorgaben zur Qualität der festverlegten Twisted-Pair-Kabel gibt es nur in Abhängigkeit der langfristig geforderten Übertragungstechnik. In den letzten 20 Jahren etablierte sich in Deutschland, bei TP-Kabeln immer die höchste normierte Kabelqualität vorzusehen, auch wenn dies nicht immer erforderlich war. Dies entspricht aktuell der Kategorie 8. Doch Achtung, die Zielumgebung der Kategorie 8 ist klar spezifiziert: Anbindung von Servern mit 25- oder 40 Gigabit/s auf einer Länge von maximal 50 m. Damit liegt der Fokus der Kategorie-8-Kabel nicht im Bereich der Endgeräteverkabelung. Im Gegenteil, Kategorie 8 ist möglicherweise sogar schlechter dafür geeignet: Ein Vergleich der Einfügedämpfung der Kabel der Kategorie 7A und Kategorie 8 bei verschiedenen Herstellern ergibt: Teilweise liegen 3 dB/100m dazwischen, was wiederum zu einer Verkürzung der Gesamtstrecke führen kann. Möglichst lange Strecken sind im Endgerätebereich jedoch von großem Vorteil, hier zählt jeder Meter.

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