Bestrahlt man Glas mit kurzen, intensiven Laser-Pulsen, kann man damit die optischen Eigenschaften des Materials wie zum Beispiel den Brechungsindex ändern. Dieses Verfahren ermöglicht die Nutzung von Glas als Langzeitdatenspeicher. Während zum Beispiel magnetische Bandmedien eine Aufbewahrungszeit in der Größenordnung von 30 Jahren ermöglichen, ist Glas gegenüber Umwelteinflüssen weniger empfindlich. Man geht von einer Aufbewahrungszeit von 10.000 Jahren und mehr aus.
Die Datendichte von Glasspeicher ist nicht sehr groß. Im Microsoft-Projekt Silica arbeitet man mit Glasspeichern, die eine Kapazität von 4,84 TB haben. Ein solcher Speicher ist quadratisch mit einer Seitenfläche von 12 cm und einer Dicke von 2 mm.
Auch die Datenübertragungsrate von Glasspeicher ist bedingt durch die Einschränkungen der Laser-Bestrahlung nicht sehr hoch. Pro Strahl ist von ca. 25 Mbit/s auszugehen.
Aufgrund dieser Eigenschaften eignet sich Glasspeicher nicht für den alltäglichen Gebrauch, sondern nur als Storage-Medium für Langzeitarchivierung.




