ComConsult
  • Competence Center
    • Cloud und Data Center
      • RZ-Migration
    • Elektro-Infrastrukturen
    • Funknetze
    • IT-Beschaffung
    • IT-Infrastrukturen
    • IT-Sicherheit
      • NIS-2-Compliance
    • Kommunikationslösungen
      • Medientechnik
    • Netze
    • Sicherheitstechnik
    • Smart Technologies
  • Referenzen
  • Aktuelle Themen
  • Seminare
    • Business Skills / Softskills
    • Cloud und Data Center
    • Funknetze
    • IOT / Smart Technologies
    • IT-Infrastrukturen
    • IT-Management
    • IT-Recht
    • IT-Sicherheit
    • KI / Data Science / Machine Learning
    • Kommunikationslösungen
    • Medientechnik
    • Netze
    • Software
  • Webinar der Woche
  • Publikationen
    • Blogs
    • Der Netzwerk Insider
    • Netzwerk Insider Archiv
  • Über uns
    • Unser Team
    • Kooperationen
    • IT-Letics
  • Kontakt
  • Karriere
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
  • Competence Center
    • Cloud und Data Center
      • RZ-Migration
    • Elektro-Infrastrukturen
    • Funknetze
    • IT-Beschaffung
    • IT-Infrastrukturen
    • IT-Sicherheit
      • NIS-2-Compliance
    • Kommunikationslösungen
      • Medientechnik
    • Netze
    • Sicherheitstechnik
    • Smart Technologies
  • Referenzen
  • Aktuelle Themen
  • Seminare
    • Business Skills / Softskills
    • Cloud und Data Center
    • Funknetze
    • IOT / Smart Technologies
    • IT-Infrastrukturen
    • IT-Management
    • IT-Recht
    • IT-Sicherheit
    • KI / Data Science / Machine Learning
    • Kommunikationslösungen
    • Medientechnik
    • Netze
    • Software
  • Webinar der Woche
  • Publikationen
    • Blogs
    • Der Netzwerk Insider
    • Netzwerk Insider Archiv
  • Über uns
    • Unser Team
    • Kooperationen
    • IT-Letics
  • Kontakt
  • Karriere
dams2022 web

IP-Adressen für Marsmännchen!

17.03.2026 / Dr. Johannes Dams

„Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise […]“ (Eröffnungsmonolog der TV-Serie Raumschiff Enterprise) und eventuell benötigt die USS Enterprise zur Anbindung an die Sternenflotte ebenfalls IP-Adressen. Tatsächlich schreiben wir gerade erst das Jahr 2026, und IP-Adressen werden immer noch nur auf der Erde zugeteilt. Bis also die Enterprise oder andere Raumschiffe sauber zugeteilte IP-Adressen erhalten, ist noch einiges Technisches und Regulatorisches festzulegen.

Bei den Raumfahrtbehörden erfolgt bereits teilweise IP-basierte Kommunikation mit dem Weltall. Auch die Anbindung an das Internet über Satelliten ist inzwischen Stand der Technik, wie hier bereits mehrfach thematisiert (https://www.comconsult.com/internet-anbindung-ueber-amazon-satelliten/, https://www.comconsult.com/wie-sicher-ist-satellitenkommunikation/). Jedoch gibt es für die IP-Adressierung von Geräten im Weltall bisher keine Vorgaben.

Bei der IP-Adressvergabe gibt es keine gesonderten Vorgehensweisen oder für extraterrestrische Zwecke reservierten IP-Adressen. Dies könnte sich demnächst ändern. Während IP-Adressen bislang ausschließlich auf der Erde vergeben werden, denkt die Internet Engineering Task Force (IETF) darüber nach, wie Raumschiffe, Mondbasen und Marskolonien künftig Teil des interplanetaren Internets werden sollen. Hierzu muss die Vergabe von IP-Adressen klar geregelt werden.

Der ein oder andere mag es wissen: Öffentliche IP-Adressen, die im Internet genutzt werden, müssen weltweit eindeutig sein. Um das zu erreichen, verwaltet die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) als Teil der IETF neben verschiedenen anderen Ressourcen die verfügbaren IP-Adressbereiche für IPv4 und IPv6. Diese werden mehreren regionalen Organisationen, genannt Regional Internet Registries (RIR), zugeteilt. Deren Internetprovider oder andere Unternehmen als Local Internet Registries (LIR) erhalten ebenfalls eindeutige IP-Adressbereiche.

Neben der Eindeutigkeit der Adressen ermöglicht diese hierarchische Aufteilung es zusätzlich, IP-Adressbereiche auf den entsprechenden Ebenen zu aggregieren, also zusammenzufassen, um Routing-Tabellen klein zu halten. Routen können auf Basis der RIR-Zuteilung im globalen Internet in wenigen Einträgen gespeichert werden. Das bedeutet, dass beispielsweise ein Router in Amerika nur wenige Routing-Tabellen-Einträge für die Wege nach Europa speichern muss, da die Adressbereiche entsprechend verteilt sind.

Die fünf RIRs sind hierbei für einen geografisch festgelegten Bereich auf dem Erdglobus zuständig. Die RIPE bzw. genauer das RIPE NCC (Réseaux IP Européens Network Coordination Centre) betreut beispielsweise Europa, den arabischen Raum und Teile Asiens. Nun stellt sich jedoch mittlerweile die Frage, wer für Adressen außerhalb unseres Erdballs zuständig sein soll. Dies wurde in den bisherigen Vorgaben außen vor gelassen.

So kurios das Thema wirken mag, arbeitet die IETF derzeit an einer Vorgabe zur Zuteilung von IP-Adressen im Weltall. Der entsprechende Internet-Draft als Entwurf einer RFC (Request For Comments), welche die RFC 7020 (https://www.rfc-editor.org/info/rfc7020) updaten soll, wurde im November 2024 als Version „00“ angelegt und im Februar 2026 auf Version “01“ (https://datatracker.ietf.org/doc/draft-li-tiptop-address-space/01/) aktualisiert.

Bisher erhielten Weltraum-Agenturen wie die NASA oder die ESA IP-Adressbereiche von dem für den jeweiligen Kontinent zuständigen RIR. Die einzelnen Missionen erhalten laut IETF-Dokument ihre Adressen meist auf einer „per mission basis“, also durch die jeweilige Weltraumorganisation selbst vergeben. Logisch sind Geräte im Weltraum damit häufig dem jeweiligen Herkunftskontinent zugeordnet. Für das Routing verweisen die entsprechenden Kommunikationspfade auf diese Weltregion und werden dort von der zuständigen Organisation wie eigene, selbstverwaltete interne Netze behandelt.

Konkret wird in dem Internet-Draft beschrieben, dass analog zur IP-Adressvergabe auf der Erde ein RIR – entweder neu gegründet oder durch ein bestehendes RIR wahrgenommen – für die IP-Adressen im Weltraum zuständig sein soll. Dabei sollen verschiedene Adressbereiche getrennt verwaltet werden. So ließe sich eine Adressstruktur für ein Internet im Weltall schaffen. Unterschieden werden dabei die folgenden Lokationen:

  • Der Mond und seine Umgebung
  • Die Lagrange-Punkte der Erde
  • Der Asteroidengürtel
  • Jeder andere Planet
  • Andere Regionen, die noch festzulegen sind

Ziel dieser Aufteilung ist es, eine Aggregierung der IP-Adressen in den jeweiligen Regionen zu ermöglichen. Das bedeutet, dass Routen entsprechend zusammengefasst werden können. Dabei wird angenommen, dass Kommunikationsverbindungen zwischen Himmelskörpern teuer und daher selten und schmalbandig sein werden. Damit ergibt sich eine lokale Netzwerkarchitektur mit wenigen Außenverbindungen. Es wird somit erwartet, dass auf jedem Planeten ein „regionales“ Netzwerk existiert, welches an andere Planeten angebunden wird. Ein Routing und daher die IP-Adressbereiche sollten also die Planeten unterscheiden können.

Neben dieser Festlegung stehen einer weitreichenden Nutzung von IP-Kommunikation allerdings weitere Hindernisse im Weg. So sind Kommunikationsprotokolle hinsichtlich technischer Parameter, wie z.B. der Latenz, auf die irdischen Bedingungen ausgelegt. Auch hierzu gibt es mittlerweile Vorüberlegungen bei der IETF (https://datatracker.ietf.org/doc/draft-ietf-tiptop-usecase/ und https://datatracker.ietf.org/doc/draft-many-tiptop-ip-architecture/), die insbesondere in den Kommunikationsprotokollen berücksichtigt werden müssen.

Auch bei der RIPE befasst man sich mit möglichen Vorgehensweisen für die Vergabe solcher Adressräume. Es wird diskutiert, ob es überhaupt einen Bedarf für gesonderte Regelungen für derartige Adressräume gibt und, falls ja, wie die RIPE mit diesen umgehen sollte. Es wird zudem angezweifelt, dass eine Verwaltung als eigener Adressraum angesichts der rechtlichen und organisatorischen Lokalisierung der Weltraumorganisationen sinnvoll ist.

Insgesamt ist klar ersichtlich, dass sich die Standardisierung der IP-Kommunikation im Weltall noch in einem sehr frühen Stadium befindet und daher noch einige deutliche Änderungen zu erwarten sind. Bis dies Teil unseres TCP/IP-Seminars ist, wird sicherlich einige Zeit verstreichen. Dennoch ist es spannend zu sehen, welche tiefgreifenden technischen Diskussionen hier bereits stattfinden. In Zukunft werden Marsmännchen also vielleicht eigene IP-Adressen bekommen.

Lokale Netze für Einsteiger
07.09.-11.09.2026 in Aachen

TCP/IP: Netze erfolgreich betreiben
05.05.-07.05.2026 in Aachen | online

Switching und Routing: optimales Netzdesign
21.04.-24.04.2026 in Aachen | online

Der Netzwerk Insider gehört mit seinen Produkt- und Markt-Bewertungen rund um IT-Infrastrukturen zu den führenden deutschen Technologie-Magazinen. Der Bezug des Netzwerk Insiders ist kostenlos.

Jetzt registrieren

Kontakt

ComConsult GmbH
Pascalstraße 27
52076 Aachen
Telefon: 02408/951-0
Fax: 02408/951-200
E-Mail: info@comconsult.com

NEUE ADRESSE:

Ab dem 20.03.2026 finden Sie uns hier:

Burtscheider Markt 24
52066 Aachen

Services

Häufig gestellte Fragen
Inhouse-Schulungen
Veranstaltungen A-Z
Veranstaltungskalender
Zertifizierungen

Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen
Datenschutzerklärung
Impressum
Ihre Cookie-Einstellungen

© Copyright - ComConsult
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen