LAN-Design für RZ und Campus

BESCHREIBUNG

Dieses Seminar vermittelt in drei Tagen das notwendige Wissen für LAN-Design im Rechenzentrum und im Campus. Gestützt auf jahrelange Erfahrung bei der Gegenüberstellung von Netzkonzepten und Produkten führender Hersteller wird auf alle relevanten Trends im LAN-Design eingegangen. Die Grundlagen von Fabrics, Underlays und Overlays werden anhand von Standards und Beispielen erläutert. Die Relevanz dieser Technologien wird danach unter Berücksichtigung der Anforderungen hinsichtlich Agilität, Mandantenfähigkeit, Leistungsfähigkeit und Sicherheit lokaler Netze bewertet. Konkurrierende Netzstandards und proprietäre Designansätze führender Hersteller werden verglichen und ihre Vor- und Nachteile bewertet. Zusätzlich werden betriebliche Aspekte und betrieblicher Aufwand betrachtet, um ein Gefühl für die Komplexität verschiedener Architekturen und Technologien zu erlangen.

TERMIN 2026

08.12.-10.12.2026 in Aachen | online

TERMINE 2027

24.05.-26.05.2027 in Aachen | online
29.11.-01.12.2027 in Aachen | online

PREIS

1.990,- €

ORGANISATORISCHES

Beginn 10:00 Uhr
Beginn Folgetage 9:00 Uhr
Ende 15:00 Uhr

Schulungsdauer 16 Stunden

LEISTUNGEN

  • alle Vortragspräsentationen als kommentierbare PDF-Datei zum Download
  • eine elektronische Teilnahmebescheinigung

Bei Präsenzveranstaltungen

  • ein gemeinsames Abendessen am ersten Veranstaltungstag
  • Mittagsmenüs inkl. Getränke an allen Veranstaltungstagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausensnacks während der Veranstaltung

ÜBERNACHTUNG

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INHALTE

Aktuelle Trends 

  • Computing everyhwhere, Multimedia, Webanwendungen, Cloud, IoT
  • Wie sich Cloud Computing auf Anforderungen an die Netze auswirkt.
  • PoE & Co.: Wie Smart Buildings das Netzdesign mitbestimmen.
  • Netzdesign zwischen 1- und 800-Gigabit-Ethernet: Anforderungen, Planung und Designkonzepte
  • WLAN: IEEE 802.11ax und die Folgen
  • RZ-Trends: mehr Effizienz durch Software-Defined Network (SDN) und Network Function Virtualization (NFV), Storage-Integration

Netzdesign: Anforderungen, Einflüsse, Konzepte 

  • Forderungen: Agilität, Skalierbarkeit, Bandbreite, Video, Cloud
  • RZ-Anforderungen: NAS, Server-based-Storage, Objekt-Storage, SD-Storage
  • RZ-Netzdesign unter dem Einfluss von Virtualisierung und Cloud
  • Vom vSwitch über Distributed vSwitch zur Netzwerkvirtualisierung
  • Campus und Gebäude: Integration von LAN und WLAN
  • Bewertungskriterien und Varianten: Stern, Ring, Leaf-Spine & Co. im Vergleich
  • Berechnung von Portzahlen und Überbuchungsfaktoren
  • Empfehlungen zum Aufbau und zur Migration

Quality of Service (QoS) im LAN

  • Unerlässlich: Analyse der Verkehrsbeziehungen
  • QoS-Kenngrößen: Bandbreite, Delay, Antwortzeit, Auslastung, Jitter, Packet Loss
  • Anforderungen von Telefonie und Video

Priorisierung und Verkehrssteuerung

  • Klassifizierung, Markierung und Priorisierung: CoS, DiffServ
  • Overprovisioning als Alternative zur Priorisierung
  • QoS im RZ: Data Center Bridging (DCB)
  • Audio Video Bridging (AVB), IEEE 802.1BA u. a.

Wegewahl im Netz: Short-Pathing & Multi-Pathing

  • Spanning Tree und die Nachteile
  • Link Aggregation (LAG) und Multi-Chassis LAG
  • Shortest Path Bridging (SPB)
  • SPB-V, SPB-M und TRILL: standardisierte Fabrics im Vergleich

Virtualisierung im Netzwerk 

  • Netzwerkvirtualisierung als Basis für Overlays
  • Tunnelprotokolle für Layer-2 und Layer-3
  • VLAN und dynamische Zuweisung zu virtuellen Netzen
  • Virtual Routing & Forwarding (VRF)
  • MPLS, VXLAN, GENEVE, MP-BGP EVPN

Software-Defined Data Center (SDDC): Moderne Netzkonzepte im RZ

  • Anforderungen: Virtualisierung, Agilität, Sicherheit
  • Von Virtualisierung über SDDC bis zur Private Cloud
  • Network Function Virtualization (NFV)
  • Software-Defined Network (SDN)
  • OpenFlow
  • Produkte: VMware NSX, Cisco ACI

REFERENTEN

dams2022 web

Dr. Johannes Dams hat in den vergangenen Jahren zahlreiche wissenschaftliche Artikel im Bereich der theoretischen Informatik mit Bezug zu Algorithmen für Funknetzwerke veröffentlicht. Seit 2015 ist er als Berater bei der ComConsult GmbH im Competence Center Netze tätig. Der Fokus liegt hier unter anderem auf der Konzeption und Planung in den Bereichen WLAN, IPv6 und weiteren Aspekten aktiver Netzwerktechnik.

ermes2022

Dr. Markus Ermes hat im Bereich der optischen Simulationen promoviert und Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften veröffentlicht. Teil seiner Promotion waren Planung, Aufbau, Nutzung und Betrieb von verteilten und Höchstleistungs-Rechenclustern (HPC). Bei der ComConsult GmbH berät er Kunden im Bereich Rechenzentren, wobei seine Hauptaufgaben bei Netzwerken, Storage, Servern, Virtualisierung und cloudbasierten Diensten sowie deren Absicherung liegen.

DAS SAGEN UNSERE TEILNEHMER

5sterne
  • Eine sehr gute und lebhafte Darstellung der Thematik. Gerade die Symplifizierung dieser komplexen Sachverhalte ist beiden wunderbar gelungen
  • Beide Referenten tragen lebhaft vor und sind offen für Gespräche mit den Teilnehmern
  • Ein sehr guter Überblick über aktuelle Tendenzen, vielen Dank!
  • Wie gewohnt von ComConsult war die Veranstaltung sehr gut, mit vielen technischen Details

ZIELE

IN DIESEM SEMINAR LERNEN SIE:

  • wie sich aktuelle Trends auf das LAN-Design auswirken,
  • wie Smart Buildings das Netzdesign mitbestimmen,
  • wie Agilität und Skalierbarkeit im LAN erreicht werden können,
  • welche Speichertrends beim RZ-Netzdesign zu berücksichtigen sind,
  • warum Netzwerkvirtualisierung der Schlüssel zu Effizienz im Netzbetrieb ist,
  • welche Rolle Overlay-Techniken spielen,
  • wie die Integration von LAN und WLAN im Campusnetz aussieht,
  • wie Netztopologien in den Varianten Stern, Ring und Leaf-Spine zu bewerten sind,
  • wie Portzahlen und Überbuchungsfaktoren berechnet werden und
  • ob Quality of Service (QoS) im LAN erforderlich ist.

ZIELGRUPPE

  • Betreiber
  • Administratoren
  • Projektleiter
  • Planer
  • Rechenzentrumsleiter

Das Seminar richtet sich an jeden, der mit Datenkommunikation zu tun hat oder haben wird und daher ein Grundverständnis für Kommunikation und lokale Netze benötigt. Zu dieser Gruppe gehören neben Fortgeschrittenen auch Einsteiger, die sich für die neuesten Trends interessieren. Dabei werden die technischen Grundlagen dieser Trends erläutert und anhand von Beispielen verständlich gemacht. Von besonderem Interesse ist dabei auch eine Darstellung des betrieblichen Aufwands von Technologien, die von Herstellern gerne als “Universallösung” präsentiert werden.

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