Microsoft Teams & Cisco Webex finden zusammen

15.11.2019 / Markus Geller / Referent

Markus Geller

Auf der Ignite Veranstaltung von Microsoft Anfang November 2019 gab es einige wichtige Ankündigungen. Eine der interessantesten war sicherlich die Erklärung, dass Cisco zukünftig den Microsoft Certified Cloud Video Interop (CVI)-Dienst betreiben wird.

Microsoft und Cisco rücken enger zusammen.

Generell soll es in Zukunft möglich sein, beliebige SIP basierte Video-Endpunkte und Raum-Konferenzsysteme in ein Microsoft Teams-Meeting einzubinden.

Außerdem sollen zukünftig Cisco SBCs eine Zertifizierung für Microsofts „Direct Routing“-Service erhalten. Welche SBCs dies genau sein werden und welche IOS-Versionen davon betroffen sind, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Die Verfügbarkeit des CVI-Services wurde für das Frühjahr 2020 angesetzt.

Die eigentliche Sensation ist jedoch die Mitteilung, dass zukünftig Cisco Webex und Zoom nativ in ein Microsoft Teams-Meeting eingebunden werden können und umgekehrt.

Damit gehen drei der bekanntesten Anbieter für Cloud Collaboration und Web-basierte Meeting-Lösungen einen wichtigen Schritt in Richtung Interoperabilität. Die technische Basis der Kooperation wird dabei über das WebRTC Framework realisiert.

Als Einschränkung sei angemerkt, dass hiervon nur der synchrone Anteil – also Audio und Videokonferenzen – betroffen ist. Chat, Dateiablage und Dokumentenbearbeitung sind hiervon ausgeschlossen.

Die wichtige Botschaft ist jedoch, dass ein erster großer Schritt in Richtung Interoperabilität vollzogen wurde und dass dieser Schritt nicht von einigen kleineren Herstellern getätigt wurde, sondern von drei Schwergewichten im Cloud Collaboration-Markt.

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1 Antwort
  1. Avatar
    Dr Jürgen Suppn sagte:

    Man kann darüber streiten, wer der Gewinner dieses Deals ist. Den gleichen oder ähnlichen Deal gibt es mit Zoom. Damit gewinnt Microsoft auf einen Schlag ein umfassendes Angebot an Videolösungen gerade für kleine Räume und Huddle-Bereiche und reduziert seine Abhängigkeit von Poly. CISCO und Zoom erkennen damit an, dass sich Teams zu einem defakto Standard entwickelt. Kunden mit bestehenden CISCO UC Lösungen können damit vielleicht auf einen Parallelbetrieb hoffen. Ob das auf lange Sicht aber den parallelen Betrieb zweier Plattformen mit immer mehr überschneidenden Funktionen rechtfertigt, das ist die große Frage.

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