Quo vadis, Storage?

28.03.20 / Dr. Markus Ermes

Markus Ermes

Storage ist für die meisten IT-Nutzer außerhalb des Storage-Teams zu einer Selbstverständlichkeit geworden, die einfach da ist, wenn man sie braucht. Selbst SSDs sind mittlerweile ein alter Hut.

PCI-Express 4.0 und NVMe

Aber moderne PCI-Express-SSDs und Prozessoren wie der AMD Epyc Rome bieten für einzelne Server maximale Storage-Bandbreiten von mehr als 100 GByte/s. Dies stellt völlig neue Anforderungen an Storage-Netzwerke und Anwendungen.

Neue Storage-Technologien

Ebenso gibt es neue Ansätze, um die Latenz zwischen Speichermedium (z.B. SSD) und der Verarbeitung in der CPU zu  reduzieren.

Auf der einen Seite bietet Intel mit „Optane Persistent Memory“ einen Speicher, der bzgl. Geschwindigkeit, Latenz und Preis einen interessanten Platz zwischen RAM und SSD einnimmt. Als Use Case sieht Intel z.B. In-Memory-Datenbanken.

Auf der anderen Seite gibt es den sog. „Computational Storage“, bei dem CPUs in die SSDs wandern, um Daten schon dort zu verarbeiten. Dies hat ein paar Vorteile:

  • Die Latenz zwischen dem Speicher und der verarbeitenden CPU wird minimiert, da selbst die Länge der Übertragungsstrecke noch einmal verkürzt wird.
  • Die Bandbreite ist im Allgemeinen höher als bei der Nutzung von PCI Express.
  • Die über die Schnittstelle der SSD übertragene Datenmenge wird reduziert.

Allerdings muss Software hierfür speziell angepasst werden. Beispiele für den Einsatz sind z.B. Deduplizierung auf SSD-Ebene oder Statistikfunktionen.

Fazit

All diese Entwicklungen zeigen, dass der Storage-Markt noch lange nicht stagniert und man die aktuellen Entwicklungen im Auge behalten sollte.

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