Einträge von Dr. Joachim Wetzlar

WPA2 gehackt: ist WPA3 sicherer?

Sie erinnern sich an unsere Nachricht vom vergangenen November: Die Sicherheitslücke namens KRACK ermöglicht die Kompromittierung von WPA2-abgesicherten WLANs. Das hat viele aufgeschreckt, auch wenn wir nach wie vor der Meinung sind, dass die Gefahr, die uns von dieser Sicherheitslücke droht, eher marginal ist. Mal abgesehen davon, dass viele WLAN-Treiber inzwischen gepatcht wurden. Oder sagen wir es mal anders: So lange Unternehmen immer noch bereit sind, WEP-verschlüsselte Endgeräte in ihre WLANs aufzunehmen, kann KRACK nicht wirklich schrecken.

Vorsicht mit asymmetrischem Routing!

Frage: Was ist das Tolle am Spanning Tree Protocol (STP)? Antwort: Es gibt immer nur genau einen Weg von Quelle zu Ziel. Das schafft klare Verhältnisse. Aber Sie alle kennen den Nachteil dieses Konzepts: Die redundanten Verbindungen sind nur „Redundanz“ im Sinne des Dudens, also „eigentlich überflüssige, für die Information nicht notwendige Elemente“.

Nicht jede Anwendung ist für WLAN geeignet

Die Aussage „das Netzwerk hat Schuld“ ist ein bekannter Trick, der immer dann einen Zeitgewinn verspricht, wenn Anwender sich beklagen und auf Anhieb niemand eine Lösung parat hat. Und gerade bei WLAN ist der Nachweis schwierig, dass alles einwandfrei funktioniert. So einen Fall durfte ich neulich wieder einmal untersuchen.

Manchmal sucht man sich „einen Wolf“

Meinen Seminarteilnehmern versuche ich immer wieder „einzubläuen“, dass Fehlersuche oft nur gelingt, wenn man sich von der „Fixen Idee“ befreit, wo denn der Fehler vermutlich zu finden sei. Ich muss also erst einmal alle Fakten wertfrei zusammentragen, bevor ich mich an die Analyse mache. Sicher, Erfahrung ist sehr hilfreich, etwa der Art: „Wenn Problem X auftritt, dann hat bestimmt mal wieder jemand an Y herumgespielt“. Aber die wirklich komplexen Probleme löst man so nicht.