Datenverkabelung für Profis – moderne Technologien richtig geplant

BESCHREIBUNG

Um ein Kabelsystem für alle Anwendungen nutzbar zu machen, müssen das „richtige“ Kabel und die passende Anschlusstechnik ausgewählt sowie eine geeignete Struktur der Verkabelungsanlage geplant werden. Zwar bieten zahlreiche Normen und Richtlinien Hilfestellungen, ihre Anwendung erfordert jedoch langjährige Erfahrung und einen kritischen Blick auf die Spezifikationen und Empfehlungen. Darüber hinaus lassen sie viele Planungs- und Entscheidungsspielräume, die spätestens in Entwurfs- und Ausführungsplanungen konkret festgelegt werden müssen. Das Seminar liefert die wichtigsten Informationen, die bei der Planung einer anwendungsneutralen IT-Verkabelung berücksichtigt werden sollten – mit klarem Fokus auf die Praxis, nicht auf die Theorie.

Betrachtet werden sowohl die Gebäudedatenverkabelung – Tertiär-, Sekundär- und Primärverkabelung – als auch die wichtigsten Planungsregeln bei der Serverraumverkabelung. Das Seminar zeigt, dass eine Planung ohne Kenntnis der Anforderungen sowie der wichtigsten Normen nur unzureichend durchgeführt werden kann und verdeutlicht, dass nicht alles, was normativ festgelegt ist, auch wirklich praxisnah ist.

Warum Sie diese Schulung besuchen sollten:

Steht die Neuplanung einer Datenverkabelung in Gebäuden, zwischen Gebäuden oder auch im Rechenzentrum an? Auch wenn Sie über viele Jahre hinweg kleinere Nachverkabelungen geplant haben – oder wenn Ihre letzte größere Planung schon länger zurückliegt – stellt sich die Frage: Ist Ihr Wissen noch zeitgemäß oder befinden Sie sich unbemerkt in einer veralteten Know-how-Blase? Vielleich möchten Sie einfach nur einmal über den Tellerrand sehen oder Ihre bisherigen Planungsmethoden bestätigen lassen? Dann ist dieses Seminar genau das Richtige für Sie.

Es muss das Ziel einer gut geplanten Datenverkabelung sein, umfangreiche Nachverkabelungen nach einer Inbetriebnahme der Erstinstallation zu minimieren. Die häufigsten Ursachen für spätere Nachrüstungen sind falsche Technologieentscheidungen, eine zu geringe Anzahl an Datendosen oder zu wenig eingeplante Fasern.

Fehler bei der Materialauswahl, eine fehlerhafte Verkabelungstopologie, mangelhafte Ausschreibungen, falsch eingesetzte Messverfahren sowie eine unzureichende Abnahme und Dokumentation verkürzen den Nutzbarkeitszeitraum eines Kabelsystems erheblich – moderne Übertragungstechniken mit hohen Datenraten sind dann unter Umständen nicht mehr realisierbar.

Auch eine falsch geplante Anzahl an Anschlusspunkten oder eine fehlerhafte Verteilung in den Gebäudeflächen können selbst bei hochwertiger Ausführung schnell zu vermeidbaren Nachverkabelungen führen.

Dieses Seminar zeigt, wie sich solche Fehler vermeiden lassen und wie eine Verkabelung geplant wird, die einen Nutzungszeitraum von mindestens 10 bis 15 Jahren sicherstellt.

TERMIN 2026

13.10.-14.10.2026 in Aachen | online

TERMINE 2027

15.02.-16.02.2027 in Aachen | online
13.09.-14.09.2027 in Aachen | online

PREISE

1.590,- €

ORGANISATORISCHES

Beginn 9:00 Uhr
Beginn Folgetag 09:00 Uhr
Ende 15:00 Uhr

Schulungsdauer 9,5 Std.

LEISTUNGEN

  • alle Vortragspräsentationen als kommentierbare PDF-Datei zum Download
  • eine elektronische Teilnahmebescheinigung

ÜBERNACHTUNG

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INHALTE

Twisted Pair: Planung so einfach wie nie, oder doch nicht?

  • Neue Konzepte der Digitalisierung erfordern neue Verkabelungskonzepte, oder nicht?
  • Technische Anforderungen – wie vor 30 Jahren?
  • Das Problem mit der Ermittlung der richtigen Anzahl an Anschlüssen
  • Weiternutzung von Bestandsverkabelungen: Was geht und was nicht geht?
  • Das richtige Verständnis: Wie muss eine geschirmte Verkabelung aussehen und warum ist sie nicht immer gut?

Kommunikationsverkabelung mit Glasfaser

  • Wichtiges Verständnis: Anforderungen der IEEE-Normen bzw. Übertragungsverfahren und daraus entstehende Anforderungen an die Verkabelung
  • Die richtige Wahl der Glasfaser entscheidet über Datenraten und Reichweite
  • Häufig unterschätzt: die Dämpfungsproblematik
  • Steckerauswahl: sinnvolle Anforderungen und Vielfalt der Typen (LC vs. MDC vs. MPO vs. …)
  • Spezialfall: Trunk-Verkabelung mit MPO
  • Der Kabelaufbau prägt die Langlebigkeit (Außenkabel, Innenkabel, Brandschutzzonen)
  • Sinnvolle Anforderungen an die Kabelmaterialien
  • Spezialfall: Glasfaser bis zum Arbeitsplatz, wann sinnvoll und wann nicht!

Power over Ethernet im Gebäude der Zukunft: Einfluss auf die Verkabelung

  • Welche Varianten gibt es und worin unterscheiden sie sich?
  • Gibt es eine Wärmeproblematik und wie kann ihr begegnet werden?
  • Kann man eine PoE-Tauglichkeit der Kabel messen?
  • Bringen “bessere” Kabel Vorteile – wenn ja, welche?
  • Begriff der “Remote Power Kategorie”: Warum muss man diesen Begriff als Planer kennen?

IT-Verkabelung für Netzwerke der Gebäudeleittechnik

  • Bedeutung eines Digitalisierungskonzeptes
  • Zentrale Planungsentscheidungen: Wer bekommt wie viele und welche IT-Technikräume?
  • Was bedeutet die physikalische Trennung von IT-Verkabelungen der Gebäudeleittechnik und der Büronetzwerktechnik?
  • Warum muss dem Planer die EN 50173-6 bekannt sein und wie kann diese helfen?

Abnahme und Fehlersuche, Twister-Pair-Verkabelungen richtig messen

  • Abnahmemessungen richtig durchführen und warum sie anders als Messungen im Betriebsalltag sind
  • Was liefern die Messverfahren an Informationen und vor allem, was liefern sie nicht?
  • Kabelnutzbarkeit trotz Überlängen, wie geht das mit der richtigen Messung?
  • Spezielle Streckenüberprüfungen

Abnahme und Fehlersuche, Glasfaserverkabelung richtig messen

  • Messmethoden bzw. OTDR vs. Pegelmessung
  • Wie wird normkonform gemessen und wie nicht?
  • Entscheidende Frage: Was will man mit der Abnahmemessung erreichen?
  • Was sind die typischen Fehler bei der Messung?
  • Warum ist der richtige Grenzwert so wichtig?

Datenverkabelung im Serverraum

  • Normkonforme Verkabelungstopologien: Vor- und Nachteile sowie Konsequenzen für den Betrieb
  • Was sind Verfügbarkeitsklassen?
  • Warum ist es wichtig, den Grundgedanken der EN 50600-2-4 zu verstehen?
  • Bewährte und typische Planungsphasen
  • Die Verkabelung mit vorkonfektionierten Kabeln als Standard im Rechenzentrum
  • Technische Unterschiede bei Trunk-Verkabelungen (Fanout vs. MPO)
  • Messung ganz anders als bei der Gebäudeverkabelung

Dokumentation zum Betrieb von Datenverkabelungen – normkonform, traditionell und modern

  • Was braucht man in kleinen bis mittelgroßen Netzwerken zur Erfassung der IT-Verkabelung?
  • Was sagt die Normierung dazu – EN 50174 und BSI?
  • Was kann EXCEL und Co, was nicht?
  • Welche anderen Lösungen gibt es?
  • Was bieten diese, was nicht?
  • Wann kommt der Schritt zu High-Level- Dokumentations-Applikationen?
  • Beispiele für Software-Tools zur Dokumentation abseits der hochprofessionellen Programme

REFERENT

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Hartmut Kell kann bis heute auf eine mehr als 30-jährige Berufserfahrung bei der Planung passiver Infrastrukturen von lokalen Netzen verweisen. Als Leiter des Competence Center IT-Infrastrukturen der ComConsult GmbH hat er umfangreiche Praxiserfahrungen bei der Planung, Projektüberwachung, Qualitätssicherung und Einmessung von Datenverkabelungen gesammelt und vermittelt sein Fachwissen in Form von Publikationen und Seminaren.

DAS SAGEN UNSERE TEILNEHMER

5sterne

Dieses Seminar ist bereits seit 2011 bei uns im Angebot

  • Die Schulung war sehr informativ, vorallem die Praxisübung am Schluss war sehr gut
  • Herr Kell hat jeden in die Veranstaltung aktiv eingebunden, selbst die ruhigeren, die kaum was gesagt haben, um aktiv in einen Wissensaustausch zu gelangen. Sehr gut!
  • Es waren interessante 2 Tage in der Veranstaltung. Vielen Dank.
  • Für mich als Elektromeister ist der Blick in die Planung von NT-Leistungen sehr hilfreich gewesen für meine zukünftige Arbeitssituation
  • Sehr verständlich und informativ, immer wieder mit Praxisbeispielen

ZIELE

IN DIESEM SEMINAR LERNEN SIE:

  • was die richtigen und die falschen Entscheidungen in mehr als 20 Jahren standardisierter Kommunikationsverkabelung waren, welche Prognosen sich bewahrheitet haben und welche nicht, was es für die Zukunft zu beachten gilt und wo sich Theorie und Praxis unterscheiden,
  • wie hochwertige, praxisnahe und bezahlbare Messverfahren zur Vorbereitung einer Abnahme der Verkabelung aussehen sollten,
  • was die prägenden und qualitätsentscheidenden Anforderungen an Kabel und Anschlusstechnologie für Twisted Pair und Lichtwellenleiter sind,
  • wo die Leistungsgrenzen von Twisted Pair und Glasfaser liegen und wie man den richtigen LWL-Stecker auswählt,
  • ob die Planung einer WLAN-Verkabelung anders aussieht als eine Arbeitsplatzverkabelung,
  • welche neuen Anforderungen sich durch eine IP-basierende Gebäudeleittechnik an die Verkabelung stellen könnten,
  • warum die Frage nach dem Maß der Netzwerktrennung bei verschiedenen Nutzergruppen die zentrale Frage der Planung einer Datenverkabelung sein muss,
  • ob PoE bei modernen IT-Verkabelungen wirklich ein Risiko darstellt – und wofür genau,
  • warum eine gut geplante Serverraumverkabelung die Kenntnis der europäischen Norm EN 50600 zwingend notwendig macht und in welcher Form diese Einfluss auf den Betrieb des Rechenzentrums nimmt,
  • warum ein Top-Down-Ansatz bei der Planung der Rechenzentrumsverkabelung eine zum Nutzer des Rechenzentrums passende Datenverkabelung sicherstellt und
  • warum vor der Planung der ersten Kabelspinne sowie der ersten Kabelliste eine umfangreiche Vorplanung gerade bei der Datenverkabelung im Rechenzentrum notwendig ist.

ZIELGRUPPE

  • Projektleiter
  • Planer

Das Seminar richtet sich an Planer, Betreiber von Kabelsystemen sowie Installationsunternehmen u.a. aus den Bereichen IT, Gebäudeleittechnik und -automation sowie Gleichstromversorgung für LED-Beleuchtung. Es vermittelt aufbauend auf einer fundierten theoretischen Basis praxisnahes Wissen aus dem Planungsalltag anhand vieler Beispiele. Vertieft werden die vermittelten Informationen und Kenntnisse durch praxisnahe Planungsübungen.

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