Georedundante Rechenzentren – Herausforderungen bei der Standortwahl

Georedundante Rechenzentren – Herausforderungen bei der Standortwahl

04.06.2018 / Dr. Markus Ermes / Competence-Center Data Center

Markus Ermes

Der Betrieb von georedundanten Rechenzentren spielt für unsere Kunden immer häufiger eine Rolle. Der Weg zu einem solchen Szenario kann einige Stolpersteine aufweisen. Die erste große Herausforderung für die Einrichtung von georedundanten Rechenzentren ist die Standortwahl.

Dabei muss für die Kopplung der georedundanten Rechenzentren in erster Linie auf die Kabellänge der Verbindung (Kopplungslänge) und die (reale) geografische Distanz geachtet werden. Diese fallen im Allgemeinen unterschiedlich aus.

Die maximale Kopplungslänge wird maßgeblich von der Applikationslandschaft des Unternehmens bestimmt. Die erhöhte Latenz zwischen weiter voneinander entfernten RZ-Standorten kann bei einigen Applikationen zu Problemen führen. Daher müssen Applikationen im Zweifelsfall zuvor getestet werden. Durch solche Tests ergibt sich eine maximal mögliche Kopplungslänge für die RZ-Infrastruktur. Beispielsweise ist bei einigen kommerziellen Produkten die maximale Kopplungslänge für einen synchronen Betrieb vom Hersteller mit 50 km angegeben.

Die dadurch bestimmte maximale geografische Distanz der Rechenzentren ist jedoch aufgrund der realen Leitungswege oft deutlich kürzer. In Verbindung mit der minimal angestrebten geografischen Distanz von typischerweise 10 km ergibt sich so ein Bereich für die RZ-Standorte, der dann unter weiteren wirtschaftlichen und betrieblichen Aspekten betrachtet werden muss.

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