Georedundanz: Synchron oder doch asynchron?

Georedundanz: Synchron oder doch asynchron?

13.09.2018 / Dr. Behrooz Moayeri / Leiter des Competence-Centers Data Center

Behrooz Moayeri

Angeblich soll das Bundesamt f√ľr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an einem neuen Dokument arbeiten, in dem auch auf den Abstand zwischen georedundanten Rechenzentren eingegangen werden soll. Wenn die Information stimmt, ist sie nachvollziehbar, denn das bisherige BSI-Papier ist ca. zehn Jahre alt und vor der Reaktorkatastrophe von Fukushima geschrieben worden. Mittlerweile wissen wir leider aus Erfahrung, dass eine Luftlinie von 5 km vor einigen durchaus denkbaren Ausfallszenarien nicht sch√ľtzt. Die Einhaltung eines empfohlenen Abstands von ‚Äď wie man h√∂rt ‚Äď 200 km h√§ngt jedoch davon ab, ob die Daten in den beiden Rechenzentren synchron gehalten werden sollen oder eine asynchrone Datenhaltung ausreicht, etwa in der Form, dass alle paar Minuten die Daten repliziert werden. Die ausfallsicherste, aber auch aufw√§ndigste Konstellation besteht aus zwei synchronen Standorten (in den meisten F√§llen weit unter 200 km auseinander liegend) und einem dritten asynchronen Standort, der auch mehrere hundert Kilometer entfernt sein kann.

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