RZ-Design: Netz, Server, Storage, Virtualisierung

BESCHREIBUNG

Das moderne Rechenzentrum ist eine heterogene Umgebung aus Netzwerk, Storage, Servern und Virtualisierungstechniken. In jedem dieser Bereiche entwickeln sich zurzeit neue, interessante bis revolutionäre Technologien.

Auf Server-Seite gibt es neue leistungsfähige CPUs, die in das RZ drängen. Zusätzlich kommen neben den klassischen Formfaktoren “Rack-Server” und “Blade-Server” zunehmend Converged und Hyperconverged Infrastructure zum Einsatz. Wo sind hier die Unterschiede? Wie binde ich die Systeme in mein Netzwerk ein?

Im Bereich des Storage haben sich SSDs in vielen Bereichen durchgesetzt. Hier gibt es neue Ansätze wie ReRAM und Computational Storage, die weitreichende Konsequenzen haben können. Wie kann man davon profitieren?

Auf Netzwerk-Ebene werden Architekturen und Protokolle dargestellt, die eine schnelle, ausfallsichere Verbindung zwischen den Systemen ermöglichen. Dabei soll sich “Netzwerk” nicht nur auf das klassische Ethernet beschränken, sondern auch andere Ansätze zeigen.

Die im Server-Bereich schon lange etablierte Virtualisierungstechnik erstreckt sich zudem immer mehr in die Bereiche Netzwerk und Storage. Hier fallen typischerweise die Begriffe “Software-Defined Storage”, “Software-Defined Networking” und “Software-Defined Data Center”. Was bedeutet das genau, und zwar nicht nur auf technischer, sondern vor allem auf betrieblicher Ebene?

Warum Sie diese Schulung besuchen sollten:

Dieses Seminars beschäftigt sich mit RZ-Design – mit Fokus auf aktive Komponenten, Server, Storage und Virtualisierungstechnologien. Das Software-Defined Data Center und seine Relevanz wird in allen seinen Komponenten diskutiert und bewertet.

TERMIN 2026

13.07.-14.07.2026 in Aachen | online

TERMINE 2027

17.03.-18.03.2027 in Aachen | online
22.11.-23.11.2027 in Aachen | online

PREIS

1.590,- €

ORGANISATORISCHES

Beginn 09:30 Uhr
Beginn Folgetag 09:00 Uhr
Ende 16:00 Uhr

Schulungsdauer 11 Stunden

LEISTUNGEN

  • alle Vortragspräsentationen als kommentierbare PDF-Datei zum Download
  • eine elektronische Teilnahmebescheinigung

Bei Präsenzveranstaltungen

  • ein gemeinsames Abendessen am ersten Veranstaltungstag
  • Mittagsmenüs inkl. Getränke an allen Veranstaltungstagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausensnacks während der Veranstaltung

ÜBERNACHTUNG

Zu unseren Veranstaltungen stehen Ihnen begrenzte Zimmerkontingente bis maximal vier Wochen vor Veranstaltungstermin zu unseren Sonderpreisen zur Verfügung (Keine Tiefstpreis-Garantie).

Sollten Sie eine Übernachtungsmöglichkeit in Aachen benötigen, finden Sie unsere Hotelvorschläge hier >>.

INHALTE

Tag 1: Server- und Storage-Technologien: Klassisch, Konvergent oder Hyperkonvergent?


Server-Architekturen und deren Netzanbindung​ 

  • Moderne CPUs: Vergleich von Intel und AMD EPYC. Wie kann die CPU bei der Absicherung einer Cloud-Infrastruktur unterstützen?
  • Meltdown, Spectre und die Folgen für Prozessoren
  • Blade-, Rack- und modulare Server: Leistungsmerkmale, Skalierbarkeit und Netzanbindung, Energiebetrachtungen, Verfügbarkeit, Sicherheit
  • I/O-Virtualisierung
  • Vertikal integrierte Systeme (ViS): Produktbeispiele
  • (Hyper-)Konvergenz: Für welche Einsatzszenarien eignet sich das Data Center in a Box?

Speichertechnologien und Protokolle 

  • Der Einfluss von SSD, NVMe und NVRAM auf moderne Speichersysteme: Muss es immer All–Flash sein?
  • RAID-Technologien im Vergleich
  • Block-Speicher im Vergleich zu datei- und objektbasierten Umgebungen
  • Speichernetze für jede Anforderung: iSCSI, FC, FCoE, NFS, SMB, Infiniband. Welche Rolle spielt NVMe over Fabric?
  • Speicherprotokolle: Fibre Channel, FCoE, iSCSI, Infiniband, NFS,
  • RDMA: Einsatz im Umfeld von VMware und Microsoft Hyper-V
  • Software-Defined Storage: Technologien und Bedeutung für die Private Cloud
  • Das virtuelle SAN: Machen hyperkonvergente Systeme zentralen Speicher überflüssig?
  • VMware vSAN und weitere Produkte

Speicherlösungen  

  • Storage Tiering, Information Lifecycle Management und Hierarchisches Speichermanagement
  • Snapshots und virtuelle Kopien: Technologievergleich und Anwendungsszenarien
  • Deduplizierung und Kompression: In-Line oder Post-Process? Was können moderne All-Flash-Systeme leisten?
  • Copy Data Management als Chance zur radikalen Reduzierung des benötigten Speicherbedarfs
  • Speicher in der Cloud: Was ist bei der Anbindung an das unternehmenseigene Rechenzentrum zu beachten?
  • Backup: aktuelle Technologien und Varianten – synchrone Spiegelung; Sicherung auf Band (Tape), VTL, Disk-to-Disk-to-Tape (D2D2T)

Container  

  • Technologieüberblick
  • Netzwerk, Speicher und Ressourcenzuteilung
  • Orchestrierung: Kubernetes oder Docker Swarm – Vergleich der Lösungen
  • Bedrohungsszenarien und mögliche Sicherheitsmechanismen



Tag 2: Netztechnologien und Software-Defined Data Center 

RZ-Netze 

  • Netzstrukturen und Technologien im virtualisierten Rechenzentrum
  • Mehrstufige Netzhierarchien im Umfeld „horizontaler“ Verkehrsflüsse
  • Spine-Leaf: optimales Handling von Ost-West-Verkehr“, Varianten zum Aufbau
  • Aktuelle Technologieentwicklungen: White Box Switches und der Weg zu 400-GE-Ports
  • Server Access: 10 GE, 40 GE oder doch 25 GE?
  • (RZ-)übergreifende Layer-2-Domänen: Machen Data-Center-Fabric-Verfahren wie SPB oder TRILL angesichts von Overlays wie VXLAN, NVGRE oder GENEVE noch Sinn?
  • Layer-2-Overlays: Technologie und Konsequenzen auf das RZ-Netz
  • Software-Defined Networking: Varianten und Vergleich von Controllern wie Cisco ACI, VMware NSX und Hyper-V Network Virtualization

Private Cloud 

  • Das Software-Defined Data Center
  • Die (Private) Cloud als Zielszenario: Motivation und betriebliche Anforderungen für den Aufbau eines SDDC
  • Wann macht ein SDDC Sinn (und wann nicht)?
  • Software-Defined Storage, Software-Defined Networking, Network Function Virtualization etc.: Elemente eines SDDC
  • Cisco ACI versus VMware NSX
  • NSX-V versus NSX-T
  • Erfassung von Telemetriedaten
  • Open Stack versus kommerzielle Orchestrierungslösungen

REFERENT

ermes2022

Dr. Markus Ermes hat im Bereich der optischen Simulationen promoviert und Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften veröffentlicht. Teil seiner Promotion waren Planung, Aufbau und Nutzung von verteilten und Höchstleistungs-Rechenclustern (HPC). Bei der ComConsult GmbH berät er Kunden im Bereich Rechenzentren, wobei seine Hauptaufgaben bei Netzwerken, Storage und Cloud-basierten Diensten liegen. Seine Kenntnisse im HPC-Bereich geben zusätzlich Einblicke in modernste Hochleistungstechnologien (CPU, Storage, Netzwerke), die in Zukunft auch im Rechenzentrum Einzug erhalten können.

DAS SAGEN UNSERE TEILNEHMER

5sterne
  • Themen waren gut strukturiert
  • Hat mir einen sehr guten Überblick wiedergegeben wo wir in unserem Betrieb stehen und wo es hingehen wird. Pausenzeiten sehr gut gewählt
  • Wurde sehr gut, flüssig und kurzweilig vorgetragen
  • Inhaltlich gab es an dem Seminar nichts auszusetzen
  • Sehr informative Ausblicke auf technische Entwicklungen

ZIELE

IN DIESEM SEMINAR LERNEN SIE:

  • die neuesten Technologietrends mit Schwerpunkt auf den Themen der aktiven Informationstechnik,
  • was die Unterschiede von Rack-, Blade- und modularen Servern, deren Anbindung an das Rechenzentrumsnetz und die Virtualisierung von Netzwerkschnittstellen ausmacht,
  • welche Vor- und Nachteile konvergente und hyperkonvergente Infrastruktur bieten,
  • welchen Einfluss die zunehmende Verbreitung von Flash-Speicher und NVMe auf die zukünftige Planung Ihrer Speicherlandschaft hat,
  • was die Vorteile von virtuellen SANs sind und in welchen Szenarien diese Technologie zum Einsatz kommt,
  • welche Speicherprotokolle für Ihre Anwendung optimal geeignet sind und was bei der Implementierung beachtet werden muss,
  • wie die Leistungsfähigkeit und Auslastung von vorhandenen Speichersystemen optimiert werden kann,
  • was Container sind und welche Konsequenzen ihr Einsatz für ein modernes Rechenzentrum hat,
  • wie eine für den Ost-West-Verkehr optimierte Spine-Leaf-Topologie umgesetzt wird,
  • wie neuartige und zeitgemäße Mechanismen (z.B. VXLAN Overlays) bei der Strukturierung von Rechenzentrumsnetzen zur Anwendung kommen,
  • wie ein Software-Defined Network (SDN) betrieben wird und welche zentralen Controller zum Einsatz kommen können und
  • wie ein Software-Defined Data Center den Betrieb einer Private-Cloud-Infrastruktur ermöglicht.

ZIELGRUPPE

  • Betreiber
  • Administratoren
  • Projektleiter
  • Rechenzentrumsleiter
  • Planer

Dieses Seminar richtet sich an alle, die sich mit Konzepten und dem Design von Rechenzentren befassen, darunter mit der Raum- und Kabelinfrastruktur sowie mit der Planung für Server, Storage, Netz, Security und Virtualisierung. Grundlegende Kenntnisse über LAN- und SAN-Infrastrukturen sind dabei hilfreich, müssen aber nicht in allen drei Themengebieten gleichermaßen vorliegen. Das Seminar soll den Teilnehmern einen Blick über den Tellerrand ermöglichen und die Hintergründe und Zusammenhänge der aktuell diskutierten RZ-Technologien verständlich machen.

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