ONVIF – Videoüberwachung leicht gemacht

17.03.21 / Markus Geller

Markus Geller

Ins Leben gerufen wurde ONVIF 2008 von AXIS, Sony und Bosch Security Systems und hat sich dabei zur Aufgabe gemacht, wie IP-fähige Videoüberwachungsprodukte unterschiedlicher Hersteller miteinander kommunizieren können.

Dies hat dafür gesorgt, dass heute rund 500 Firmen über 14.000 Produkte bereitstellen, die ONVIF unterstützen.

Wer heute über Gebäudeautomatisierung und Leitstellentechnik nachdenkt, kommt um eine Überlegung nicht herum: Welche Übertragungstechnik sollte ich in Betracht ziehen?

Darauf kann es in unserer Zeit eigentlich nur eine Antwort geben: Ein auf IP basierendes Netzwerk.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig zu wissen, dass auch die Industrie diesen Zug der Zeit erkannt hat und sich bemüht, entsprechende Standards zu entwickeln.

Einer dieser Standards ist ONVIF (Open Network Video Interface Forum). Ins Leben gerufen 2008 von AXIS, Sony und Bosch Security Systems, regelt dieser, wie IP-fähige Videoüberwachungsprodukte unterschiedlicher Hersteller miteinander kommunizieren können.

Dies hat dafür gesorgt, dass heute rund 500 Firmen über 14.000 Produkte bereitstellen, die ONVIF unterstützen.

Basis von ONVIF sind dabei sechs Kernprofile:

  • Profil A:
    Funktion zum Abrufen von Informationen, Status und Ereignissen sowie zum Konfigurieren der PACS-bezogenen Einheiten (Physical Access Control System) wie Zugriffsregeln, Anmeldeinformationen und Zeitpläne
  • Profil C:
    beschreibt allgemeine Funktionen von IP-Zugriffskontrollsystemen wie Türstatus und -steuerung, Verwaltung von Anmeldeinformationen und Ereignisbehandlung
  • Profil G:
    adressiert das Speichern, Aufzeichnen, Suchen und Abrufen von Videos
  • Profil Q:
    behandelt die Geräteerkennung und -konfiguration sowie die Verwaltung von TLS-Zertifikaten
  • Profil S:
    adressiert allgemeine Funktionen von IP-Videosystemen wie Video- und Audio-Streaming, PTZ-Steuerung und Relaisaktivierung
  • Profil T:
    behandelt die Unterstützung für Video-Streaming-Funktionen, wie die Verwendung von H.264- und H.265-Codierungsformaten, Bildeinstellungen und Alarmereignissen wie Bewegungs- und Manipulationserkennung

Somit ist sichergestellt, dass moderne Videoüberwachungssysteme, die oft aus vielen Einzellösungen bestehen, herstellerübergreifend genutzt werden können.

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