Im Netzwerk Insider vor über 20 Jahren: Der ILOVEYOU-Virus

04.05.20 / Dr. Markus Ermes

Markus Ermes

Vor 20 Jahren hat ComConsult einen Insider-Artikel veröffentlicht, der sich mit dem ILOVEYOU-Virus befasste. Zwar hat der Virus durchaus Schaden angerichtet, aber die Auswirkungen waren weniger schlimm als befürchtet.

Wie sieht es heute aus? Die Nutzung von Viren ist für Kriminelle finanziell lukrativ geworden und hat deutlich zugenommen. Gerade das Verhalten von ILOVEYOU, Dateien zu korrumpieren, kennen wir heute immer noch: als Ransomware. Hier werden Dateien nicht korrumpiert, sondern verschlüsselt und das Opfer erpresst.

Die Bemerkungen von damals beschäftigten sich mit verschiedenen Aspekten, die bei der Ausbreitung des Virus geholfen haben. Es gibt dabei zwei Punkte, die heute noch so relevant sind wie damals:

Es gab häufig keine Vorgaben zum Umgang mit Kommunikationsmitteln (speziell E-Mail) und keine einheitlichen Sicherheitskonzepte. Heute existieren diese Dokumente zwar öfter, aber deren Einhaltung ist vielfach nicht flächendeckend gegeben. Hier muss die Awareness verbessert werden.

Es wurde Personal gefordert, das sich ausschließlich mit Sicherheitsmechanismen beschäftigt. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel ist heute Personal, dass sich nur um Sicherheitsmechanismen kümmert, ein Luxus, den sich wenige Unternehmen leisten können. Neue Technologien können helfen, der Betrieb solcher Lösungen kann einfacher werden, ist aber nie ein „Selbstläufer“.

20 Jahre nach ILOVEYOU sind einige der damaligen Herausforderungen immer noch aktuell. Zwar helfen neue Technologien und Ansätze beim Schutz vor Angreifern, aber die Angreifer hatten ebenfalls 20 Jahre Zeit, ihre Werkzeuge zu verbessern!

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