Im Netzwerk Insider vor über 20 Jahren: (Damals) aktuellste Netztechnologien

03.11.20 / Dr. Markus Ermes

Markus Ermes

Vor 20 Jahren wurde im Netzwerk Insider ein Artikel veröffentlicht, in dem über die richtige Planung eines Netzes und die richtige Herstellerwahl diskutiert wurde. Zu dieser Zeit waren (noch) nicht alle Funktionen bei jedem Hersteller verfügbar. Was für Fragen haben sich damals gestellt? Wie beantwortet man diese Fragen heute?

Netzplanung vor 20 Jahren

Vor 20 Jahren stellte sich eine ganze Reihe von Fragen für die Netzplanung, die heute noch Gültigkeit haben:

  • Kupfer oder Glasfaser?
  • Welchen Hersteller wähle ich aus?
  • Welche Bandbreite benötige ich am Server und an den Clients?
  • Welche Netztopologie ist die richtige?
  • Wie integriere ich meine VoIP-Geräte?

Die Antworten früher und heute

Kupfer oder Glasfaser? Hier hat sich für die Anbindung verschiedener Räume und Standorte ganz klar Glasfaser, meist Single Mode durchgesetzt. Im Server-Bereich findet sich früher wie heute beides. Interessant ist, dass man vor 20 Jahren dachte, Clients zukünftig ebenfalls per Glasfaser anzubinden. Manche Unternehmen haben Fiber-to-the-Desk realisiert. Jedoch hat sich Kupfer zur Client-Anbindung durchgesetzt.

Die Herstellerwahl ist zwar immer noch wichtig, die Anzahl der großen Player hat sich in den letzten Jahren stark reduziert. Alle großen Hersteller bieten vergleichbare Funktionen. Sie unterscheiden sich in technischer Umsetzung und Bedienung.

Welche Bandbreite? Hier sieht man heute 10 Gbit/s am Server, manchmal auch mehr. Im Client-Bereich ist es erstaunlicherweise noch immer nicht in jedem Unternehmen üblich, 1 Gbit/s an jeden Schreibtisch zu bringen. In manchen Fällen ist das WLAN sogar schneller!

Im Bereich der Netztopologie ist heute ein 3-stufiges Modell (Core, Distribution, Access) weit verbreitet. Die Spine-Leaf-Architektur gewinnt zunehmend an Verbreitung. Dabei ist die Idee hinter Spine Leaf fast 70 Jahre alt und kommt ursprünglich aus der Telefonie.

Die Integration von VoIP-Geräten am Arbeitsplatz erledigt sich zunehmend durch Nutzung von Audio- und Konferenzfunktionen von Collaboration Tools. Das Tischtelefon wird immer weiter in ein Nischendasein gedrängt.

Fazit

Die Netzplanung hat sich trotz neuer Technologie nur sehr begrenzt verändert. Zwar muss man heute gefühlt viele neue Technologien berücksichtigen, diese basieren alle auf (mehr oder weniger) offenen Standards, die von aktuellen Netzkomponenten unterstützt werden. Damals war noch nicht klar, wer wann welche Funktionen unterstützen würde.

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