Immer wieder Ärger mit UCC

Behrooz Moayeri

Wir bei der ComConsult Akademie nutzen Microsoft Teams vor allem für die Planung und Koordination von Veranstaltungen. Das Werkzeug ist sehr mächtig. Es bietet eine revisionsfähige Dateiablage, Gruppen-Chats, die man auch Monate später – auch als Neuling in der Gruppe – einsehen kann, die Möglichkeit der direkten Aufgabenzuweisung, Einsehen von Erreichbarkeitsinformation bei Kollegen, Ad-hoc- und geplante Konferenzen, Dokumenten-Sharing und vieles andere mehr. 

Reibungslos ist anders 

Aber ich muss immer wieder Überzeugungsarbeit leisten, damit meine Kollegen Teams nutzen. Denn eins hat sich bei uns herumgesprochen: Die Nutzung von Teams ist alles andere als reibungslos. Teams hat zuweilen ein nicht deterministisches Verhalten. In derselben Gruppe kann ein User ein Team finden und der andere User nicht. Es ist nicht ganz klar, wann ich über E-Mail über eine mich betreffende Aktivität benachrichtigt werde und wann nicht. Wenn ich über PC und Smartphone in Teams angemeldet bin und wenn mein Headset mit beiden Geräten verbunden ist, ist die erfolgreiche Annahme eines Anrufs Glücksache. Und heute haben mein Kollege und ich noch etwas festgestellt. 

Ausbleiben einer Fehlermeldung 

Zugegeben, die Problemursache war ein Arbeitsfehler. Wir betreiben pro Veranstaltung der Akademie ein Team. Wir hatten vergessen, einen der Referenten als Mitglied in das Team einzubinden. Ich habe an alle Referenten eine E-Mail geschickt (na klar, weil nicht alle von Teams begeistert sind). In der E-Mail war ein Link zu einer Datei enthalten, die in Teams abgelegt war (also technisch in Sharepoint Online). Mein Kollege, der noch nicht Team-Mitglied war, hat auf seinem PC den Link in der E-Mail angeklickt. Der Browser wurde gestartet, aber es passierte außer der Anzeige, dass irgendetwas im Hintergrund passiert, nichts. Der Kollege rief mich daraufhin an. Als gebranntes Kind bat ich ihn, einen anderen Browser auszuprobieren. Das funktionierte auch nicht. Dummerweise blieb jegliche Fehlermeldung aus, die einen Hinweis auf die fehlende Berechtigung meines Kollegen gäbe. 

Komplexes Zusammenspiel 

Das Zusammenspiel von Browsern und den UCC-Clients ist komplex. Ein URL ist ein URL. Wenn auf einem PC darauf geklickt wird, geht zunächst der Standardbrowser auf. Greift man mit dem Browser auf den Inhalt in der Cloud zu, muss die Cloud erkennen, dass der Zugriff nicht vom UCC-Client aus erfolgt. Dem Benutzer wird angeboten, zum UCC-Client zu wechseln oder den Zugriff über den Browser zu tätigen. So weit, so gut. Man kann aber erwarten, dass eine fehlende Berechtigung angezeigt wird. Arbeitsfehler können immer passieren. Das System muss Informationen darüber liefern, wo man nach dem Fehler suchen muss. 

Wie geduldig sind die User? 

„Deshalb nutze ich das Zeug nicht“. Das war die Reaktion meines Kollegen auf die heutige Lehrstunde. Ich gehe nicht so weit wie mein Kollege. Aber die Hersteller müssen gerade kritische User gewinnen. Deren Geduld ist endlich. Und wenn eine Plattform nicht binnen einer überschaubaren Zeit die Mehrheit der User für sich einnimmt, wird sie abgelöst. 

Cloud-Produkte im Unternehmen: Auswahl, Planung und Betrieb
31.03.2020 in Hamburg

Software as a Sevice (SaaS) ist heutzutage aus modernen IT-Landschaften nicht mehr wegzudenken. Was bedeutet aber die Nutzung von Büro- und Anwendungssoftware‎ aus der Cloud für ein Unternehmen und für den IT-Betrieb? Was ist zu beachten? Wer sollte diesen Weg gehen – und wann?

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