Trend bei UCC: mehr Offenheit und Interoperabilität

08.01.2020 / Dr. Behrooz Moayeri

Behrooz Moayeri

Wenn moderne Lösungen für Unified Communications & Collaboration (UCC) das über hundert Jahre alte Telefon ablösen sollen, dann bedarf es vor allem mehr Offenheit und Interoperabilität. Das scheinen die Anbieter von UCC-Lösungen endlich begriffen zu haben. Nachdem der Web-RTC-Standard die Protokollgrundlage für Interoperabilität gelegt hat, öffnen sich immer mehr Lösungen für die Nutzung durch Clients anderer Hersteller.

Unternehmensübergreifende Kommunikation

Wie beim alten Telefon ist Kommunikation nicht nur auf unternehmensinterne Nutzung beschränkt. Sie muss die Grenzen zwischen Unternehmen überschreiten können. Dazu eignen sich Clouds besonders gut. Clouds übernehmen die Rolle öffentlicher Telefonnetze. Das bedeutet: Eine in sich geschlossene Cloud, die keinerlei Kommunikation mit anderen Clouds zulässt, verbietet sich für die Nutzung durch Unternehmen.

Nutzung von Clients anderer Hersteller

Der gemeinsame Nenner zwischen Clouds muss daher größer werden. Eine einfache Möglichkeit der telefonischen Einwahl in eine Web- oder Videokonferenz reicht nicht mehr. Auch eine rein Browser-basierende Nutzung ist nicht optimal, denn damit entsteht ein Medienbruch zwischen unternehmensintern genutzten „vollwertigen“ UCC Clients wie Microsoft Teams und der externen Kommunikation. Deshalb kommt solchen neuen Entwicklungen wie dem Zoom Connector for Cisco durchaus Bedeutung zu.

Interoperabilität als Auswahlkriterium

Kunden können mit der bewussten Auswahl von UCC-Lösungen Druck auf die Anbieter ausüben, damit der gemeinsame Nenner größer wird. Daher gehört in eine Ausschreibung oder einen sonstigen Auswahlprozess für Kommunikationslösungen ein Kriterienkatalog für Interoperabilität. Kriterien sind zum Beispiel Video- und Webkonferenzen mit Nutzung der Clients anderer Anbieter, Instant Messaging über Plattformgrenzen hinweg und natürlich Verschlüsselung, die auch zwischen verschiedenen Lösungen funktioniert.

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