Die Auswirkungen der Pandemie auf die Kommunikation in Unternehmen

06.04.2021 / Markus Geller

Markus Geller

Lokale TK- und UC-Lösungen haben es in Zeiten von Covid-19 schwer. Ihre Daseinsberechtigung wird zunehmend in Zweifel gezogen, und dies mit Recht.

Immer deutlicher zeigt sich, dass die bisherige Philosophie und Strategie, die Kommunikation im Hause zu betreiben, eine Sackgasse ist.

Ein Beispiel für die Unzulänglichkeiten ist das Thema: New Work.

Mitarbeiter, die ins Homeoffice wechseln, können dort nur mit erheblichen, zusätzlichen Aufwänden unter ihrer Nebenstellen-Rufnummer erreicht werden.

Es müssen Rufumleitungen eingerichtet werden, Mitarbeiter weigern sich, abgehende Gespräche zu führen, da andernfalls ihre private Rufnummer dem Kunden angezeigt wird. Es werden teure Lösungen eingeführt, wie die Beschaffung von Mobiltelefonen mit den dazugehörigen Verträgen, oder es werden zusätzliche Leitungskapazitäten auf den SIP-Trunks oder den PMX-Schnittstellen bereitgestellt, um all die Rufumleitungen erst zu ermöglichen.

Weiterhin müssen VPN-Kapazitäten aufgebaut werden, um Mitarbeiter, die ihr Telefon mit zum Heimarbeitsplatz nehmen, sicher an das Unternehmensnetz anzubinden.

Demgegenüber stehen moderne Cloud-Lösungen, die all diese Probleme nicht kennen.

Diese operieren für jeden erreichbar zentral aus dem Internet heraus. Die Sicherheit ist durch den Einsatz robuster Technologien, wie IPsec, TLS und AES-Verschlüsselung, hinreichend gegeben.

Das Internet stellt zudem enorme Kapazität und geringe Latenzen zur Verfügung, die oft um einiges besser sind als die des eigenen WAN.

Daher ist es nur allzu verständlich, dass sich die Anbieter klassischer TK- und UC-Lösungen zunehmend vom Markt der lokalen Systeme verabschieden und ihren Fokus für die Zukunft komplett auf den Cloud-Markt legen. Wer diesen Schritt in die Zukunft nicht mitgehen möchte, wird mit einem drastisch schrumpfenden Markt von Anbietern leben lernen müssen.

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